Vitals Immunformel Pro ist eine vollständige Formel mit den wichtigsten Nährstoffen zur Unterstützung der normalen Funktion des Immunsystems. Dieses Produkt enthält Vitamin A, C, D, Selen und Zink, die jeweils auf ihre eigene Weise einen positiven Einfluss auf die Abwehrkräfte haben. Für Situationen mit einem vorübergehend erhöhten Bedarf ist Immunformel Pro auch als hochdosierte 7-tägige Kur erhältlich, verpackt in einer einzigartigen, vollständig recycelbaren Blisterverpackung.
Stärkung der Abwehrkräfte
Das Interesse an der Funktionsweise des Immunsystems ist weiterhin groß. Das Immunsystem ist ein ausgeklügeltes, aber komplexes Zusammenspiel aus Zellen (wie T-Zellen, B-Zellen, natürlichen Killerzellen und Makrophagen) und Molekülen (wie Zytokinen [Botenstoffen] und Immunglobulinen [Antikörpern]), die den Körper schützen. Darüber hinaus sorgt es unter anderem für den Abbau von Abfallstoffen, die im Körper entstehen.
Um die Funktion des Immunsystems optimal und ausgewogen zu erhalten, helfen eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Bewegung und guter Schlaf. Ein Nahrungsergänzungsmittel kann dazu beitragen, den Körper mit zusätzlichen Mikronährstoffen zu versorgen. Spezifische Nährstoffe wie Vitamin A, C, D, Selen und Zink tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Quercefit®: sehr gut bioverfügbare Form von Quercetin
Der am höchsten dosierte Inhaltsstoff der Immunformel Pro Kur ist Quercetin. Quercetin ist eines der wichtigsten und am besten untersuchten Bioflavonoide. In diesem Produkt wird Quercetin unter dem Markennamen Quercefit® (vom italienischen Hersteller Indena) verwendet. Eine Tagesdosierung enthält dieselbe Menge, die in mehreren Humanstudien eingesetzt wurde.
Quercefit® enthält Quercetin, das aus den Blüten des Japanischen Schnurbaums (Sophora japonica) gewonnen wird. Die Aufnahme und Bioverfügbarkeit dieses Quercetins wurde durch den Einsatz der patentierten Phytosome®-Technologie deutlich verbessert. Der Begriff Phytosom stammt aus dem Griechischen: phyton (Pflanze) und soma (Körper).
Während des patentierten Herstellungsprozesses wird das natürliche Zusammenlagern bestimmter, schlecht aufnehmbarer Phytonährstoffe (wie Quercetin) begrenzt und diese werden mit Phospholipiden (Phosphatidylcholin) aus Sonnenblumenlecithin kombiniert. Die Wirkstoffe werden dabei nicht eingekapselt (wie bei Liposomen), sondern es entsteht eine homogene Mischung aus kleinen, gut aufnehmbaren Partikeln. Bioflavonoide (wie Quercetin) besitzen nämlich eine natürliche Affinität zu Phospholipiden.
Das Ergebnis ist die Bildung von Phytosomen, bei denen die Bioflavonoide an die Phospholipide gebunden sind. Auf diese Weise werden sie besonders gut aufgenommen. Zellmembranen (z. B. der Zellen des Dünndarms) bestehen selbst aus einer Phospholipid-Doppelschicht, wodurch diese Phytosomen die Darmwand sehr gut passieren können und die aktiven Bestandteile effizient in den Kreislauf aufgenommen werden. Studien zeigen, dass die Aufnahme und Bioverfügbarkeit von Quercetin durch diese Phytosome®-Technologie um das 10‑ bis 20‑Fache erhöht wird.
Vitamin A: wichtig für die Schleimhäute der Lunge
Vitamin A (Retinol) wird im Körper in die aktive Form Retinsäure umgewandelt. In dieser Form ist es in der Zelle an verschiedenen biochemischen und physiologischen Prozessen beteiligt. Vitamin A spielt eine Rolle bei der Erhaltung der Integrität von Epithelzellen im gesamten Körper und unterstützt auf diese Weise unter anderem die Qualität der Schleimhäute (z. B. in Lunge und Darm).
Darüber hinaus ist Vitamin A wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem. Es unterstützt das Wachstum und die Entwicklung von T-Zellen und trägt zur normalen Funktion anderer Immunzellen, wie Makrophagen, bei. Außerdem hilft es, ein gutes Gleichgewicht zwischen T‑Helferzellen 1 (Th1) und T‑Helferzellen 2 (Th2) aufrechtzuerhalten – eine wichtige Voraussetzung für eine ausgewogene Immunantwort. Die Immunformel Pro Kur enthält eine sichere Dosierung von Vitamin A und kein Beta-Carotin (Provitamin A), sodass die Umwandlung von Provitamin A in Vitamin A durch den Körper nicht erforderlich ist.
Vitamin C: positiv für die Abwehrkräfte
Vitamin C fungiert im Körper als wasserlösliches Antioxidans und spielt eine wichtige Rolle als Radikalfänger. Es ist Teil eines komplexen Systems aus körpereigenen Antioxidantien, Antioxidantien aus der Nahrung und antioxidativen Enzymen mit gegenseitigen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen. In dieser Funktion ist es an der Schutzwirkung von DNA, Proteinen und Fetten vor oxidativen Schäden beteiligt und trägt somit zum Erhalt gesunder Zellen und Gewebe bei.
Vitamin C hat zudem einen positiven Einfluss auf das Immunsystem, da es die Bildung und Funktion von Immunzellen unterstützt. Außerdem trägt Vitamin C zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und hilft, Müdigkeit und Erschöpfung zu verringern. Die Immunformel Pro Kur enthält 200 % der Referenzmenge für Vitamin C pro Tagesdosierung.
Vitamin D3 (Vitamin D3V®): besonders wichtig in den dunklen Monaten
Vitamin D ist ein Vitamin, das nur in geringen Mengen in Lebensmitteln vorkommt, aber hauptsächlich unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet wird. Dabei ist man selbstverständlich auf ausreichend Sonnenschein angewiesen – was in Ländern wie den Niederlanden, Belgien oder Deutschland über einen großen Teil des Jahres keineswegs selbstverständlich ist.
Vitamin D wirkt immunmodulierend: Es hilft dabei, das Immunsystem im Gleichgewicht zu halten – weder zu stark noch zu schwach. Vitamin-D-Rezeptoren kommen auf verschiedenen Zellen des Immunsystems vor, darunter T‑Zellen, B‑Zellen und Makrophagen. Auf diese Weise bietet Vitamin D eine breite Unterstützung des Immunsystems.
Als Nahrungsergänzungsmittel ist Vitamin D3 in seiner Wirksamkeit deutlich Vitamin D2 vorzuziehen. Ein Nachteil von Vitamin D3 ist jedoch, dass es häufig aus Wollfett von Schafen gewonnen wird und daher nicht für Veganer geeignet ist. In der Immunformel Pro Kur wird eine neuere Form von Vitamin D3 aus Algen (Vitamin D3V®) verwendet. Dadurch ist die Immunformel Pro Kur auch für Veganer geeignet.
Vitamin K2 (K2VITAL™ DELTA): stabil und effektiv
Die bekannteste Funktion von Vitamin K im Körper ist sein Beitrag zu einer normalen Blutgerinnung. Vitamin K aktiviert bestimmte vitamin‑K‑abhängige Gerinnungsfaktoren, die dafür sorgen, dass die Blutgerinnung optimal verläuft – also weder zu schnell noch zu langsam. Vitamin K wirkt auf verschiedene Weise mit Vitamin D zusammen, weshalb es besonders sinnvoll ist, diese Nährstoffe kombiniert einzunehmen.
Es gibt zwei Formen von Vitamin K, wobei Vitamin K2 eine breitere Wirkung hat als Vitamin K1. Vitamin K2, auch Menaquinon (MK) genannt, kommt in verschiedenen Formen vor. Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist Menaquinon‑7 (MK‑7) die wirksamste Form. MK‑7 wird sehr gut aufgenommen und bleibt lange im Körper verfügbar, um seine Wirkung zu entfalten. In der Immunformel Pro Kur wurden Dosierungen gewählt, die sich in Humanstudien als wirksam erwiesen haben.
Die Qualität des verwendeten Vitamin K2 ist dabei ein wichtiger Aspekt, da Vitamin K2 als sehr instabil gilt. In Kombination mit Mineralstoffen oder bestimmten Hilfsstoffen kann der Gehalt an Vitamin K2 in Nahrungsergänzungsmitteln schnell abnehmen. Dies ist natürlich unerwünscht, da ein Produkt über die gesamte Haltbarkeitsdauer hinweg stabil bleiben soll. K2VITAL™ DELTA des Herstellers Balchem ist ein hochwertiger Vitamin‑K2‑Rohstoff, der sehr gut gegen äußere Einflüsse geschützt ist. Durch ein patentiertes Mikroverkapselungsverfahren wird das Vitamin K2 vollständig umhüllt, wodurch die Stabilität selbst in Produkten mit aggressiven Mineralverbindungen gewährleistet wird. Vitals hat K2VITAL™ DELTA nach umfangreichen Stabilitätstests mit verschiedenen K2‑Rohstoffen in unterschiedlichen Zusammensetzungen als bestes Vitamin K2 ausgewählt.
Selen: niedrige Zufuhr über die Ernährung kommt häufig vor
Selen ist ein essentielles Spurenelement. In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln kommt es sowohl in organischer Form (Selenmethionin oder Selenocystein) als auch in anorganischer Form (Selenit oder Selenat) vor. Die organischen Formen werden vom Körper etwa eineinhalb- bis zweimal besser aufgenommen als die anorganischen Formen.
Eine niedrige Selenzufuhr ist in Europa relativ häufig, unter anderem bei Vegetariern. Dies liegt vor allem daran, dass die europäischen Böden selenarm sind und Pflanzen daher weniger Selen enthalten. Selen ist ein wichtiges Antioxidans. Bestimmte Enzyme (Selenenzyme) wie Glutathionperoxidase (GPx) sind auf Selen angewiesen und spielen eine wichtige Rolle bei der Neutralisierung freier Radikale. Auf diese Weise trägt Selen zum Schutz vor oxidativen Schäden bei. Darüber hinaus unterstützt Selen das Immunsystem, indem es zur Bildung von T‑Zellen beiträgt und die normale Funktion natürlicher Killerzellen unterstützt.
Zinkbisglycinat (TRAACS®): aminosäuregebunden und gut bioverfügbar
Zink hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem, indem es ebenfalls die Bildung von T‑Zellen unterstützt, bei der Produktion von Zytokinen hilft und zur Funktion natürlicher Killerzellen beiträgt. Außerdem hilft Zink, die Zellen vor oxidativen Schäden zu schützen, unter anderem durch seine Rolle bei der Funktion der antioxidativen Enzyme Katalase und Superoxiddismutase (SOD). Zink wirkt zudem mit Vitamin A zusammen, da es zu einem normalen Stoffwechsel dieses Vitamins beiträgt.
Die Immunformel Pro Kur enthält Zink in Form von Zinkbisglycinat. Dabei ist jedes Zinkion fest (cheliert) an zwei (bis) Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden. Der allgemeine Begriff für eine solche Verbindung ist Aminosäurechelat oder aminosäurecheliertes Mineral. Das Wort „Chelat“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Klaue“. Diese Verbindungsform wurde gewählt, da ihre Bioverfügbarkeit besonders hoch ist.
Vitals verwendet ausschließlich echte Aminosäurechelaten von Albion® Minerals, erkennbar am Markenzeichen TRAACS® (The Real Amino Acid Chelate System). Dadurch wird garantiert, dass es sich tatsächlich um ein Chelat handelt und nicht lediglich um eine Mischung aus einem Mineralstoff und einer Aminosäure, die von manchen Herstellern fälschlicherweise ebenfalls als Aminosäurechelat bezeichnet wird.
Zulässige gesundheitsbezogene angaben:
- Vitamin A, C und D sowie Selen und Zink haben einen positiven Einfluss auf das Immunsystem
- Vitamin A ist gut für die Schleimhäute der Lunge und des Darms
- Vitamin C, Selen und Zink haben eine antioxidative Wirkung
- Vitamin C unterstützt das Energieniveau und kann bei Müdigkeit helfen
- Vitamin K trägt zum reibungslosen Funktionieren der Blutgerinnung bei
- Zink trägt zum normalen Stoffwechsel von Vitamin A bei
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Zusammensetzung pro 2 Kapseln |
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NRV* |
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Quercefit® (Quercetin und Lecithin) |
1000 mg |
- |
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Vitamin A (Retinylacetat) |
600 µg-RE** |
75% |
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Vitamin C (Ascorbinsäure) |
160 mg |
200% |
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Vitamin D3 (Cholecalciferol, Vitamin D3V®, 2000 IE) |
50 µg |
1000% |
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Vitamin K2 (Menachinon-7, K2VITAL™ DELTA) |
180 µg |
240% |
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Selen (L-Selenomethionin) |
100 µg |
182% |
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Zink (Bisglycinat, TRAACS®) |
20 mg |
200% |
* NRV = Nutrient Reference Value, Nährstoffbezugswert
** μg-RE = μg Retinol-Äquivalente
Quercefit® ist eine Kombination aus Quercetin mit Phospholipiden aus Lecithin, hergestellt mit der Phytosome®-Technologie. Quercefit® und Phytosome® sind eingetragene Marken der Indena S.p.A., Italien.
Vitamin D3V® ist eine eingetragene Marke der ProTecNutra Ltd.
K2VITAL™, Albion® Minerals und TRAACS® sind Warenzeichen der Balchem Corporation oder ihrer Tochtergesellschaften.
Zutaten:
Quercetin (Extrakt aus dem Honigbaum, Sophora japonica, Blüte), pflanzliche Kapsel (Pullulan, aus fermentierter Stärke), Vitamine (C, A, D3, K2), Füllstoff (mikrokristalline Cellulose [Cellulosegel]), Mineralstoffe (Zink, Selen), Trennmittel (Calciumsalze von Speisefettsäuren, Siliciumdioxid).
Zur intensiven Unterstützung 1 Woche lang zweimal täglich 1 Kapsel mit Wasser einnehmen. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Verwenden Sie Nahrungsergänzungsmittel mit mehr als 10 mg Zink nicht länger als einige Wochen/Monate.
Für Vegetarier und Veganer geeignet.
Hinweis:
Dieses Nahrungsergänzungsmittel ist nicht für Kinder bis einschließlich 10 Jahre geeignet. Im Falle der Einnahme von Medikamenten sollten Sie dieses Produkt ausschließlich unter Aufsicht eines Arztes verwenden. Da dieses Produkt Vitamin K enthält, eignet es sich nicht zur glecihzeitigen Einnahme von Cumarinderivaten (Antikoagulantien wie Acenocumarol und Phenprocoumon).
Wichtige Nährstoffe für eine gute Resistenz gegen COVID-19
Quelle: www.orthoknowledge.eu
Die Widerstandsfähigkeit gegenüber Virusinfektionen wie COVID-19 erfordert eine starke und ausgewogene Immunantwort. Diese kann das Risiko einer Infektion, eines schweren Krankheitsverlaufs und Symptome erheblich verringern. Das Immunsystem benötigt verschiedene Nährstoffe. Die essentiellen Nährstoffe Vitamin A, C, D und K2, Selen, Zink und der Pflanzenstoff Quercetin tragen erheblich zur natürlichen Resistenz bei. Die Wirksamkeit wird von der wissenschaftlichen Forschung immer genauer belegt.
Das Virus und die Krankheit
SARS-CoV-21 ist ein einzelsträngiges RNA2-Virus, d.h. sein genetisches Material besteht aus einem einzigen RNA-Strang, ähnlich der mRNA (Messenger- oder Boten-RNA), die in allen Zellen vorkommt. Es infiziert den Wirt, indem es über eigene Spike-Proteine an ACE23-Rezeptoren auf der Oberfläche von Epithelzellen in den Schleimhäuten der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts bindet. Danach dringt es in die Zelle ein und vermehrt sich. Die neu produzierten Viruspartikel verlassen die Zelle, um andere Zellen zu infizieren. Während der Replikation können Veränderungen im genetischen Material auftreten (Mutationen).Der Verlauf der Infektionskrankheit COVID-19 reicht von keinen oder leichten bis hin zu so schweren Symptomen, daß ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist. Bei den meisten Menschen verläuft die Krankheit eher leicht und die Symptome verschwinden nach etwa einer Woche. Erbliche Faktoren, Geschlecht und Alter haben ebenso Auswirkungen auf die Wahrscheinlichkeit einer Infektion, einem schweren Verlauf, der Aufnahme auf die Intensivstation und des Todes wie der Gesundheitszustand. Die 2022 in allen EU-Ländern dominierende Variante Omikron hat mehrere Untervarianten wie z. B. BA.5. Diese Variante breitet sich leichter aus, verursacht aber im Allgemeinen leichtere Beschwerden als frühere Varianten.
ACE2 und SARS-CoV-2
ACE2 ist nicht nur ein Enzym, sondern auch ein funktioneller Rezeptor. Es wird auf Zellen in zahlreichen Organen exprimiert, insbesondere in der Lunge, dem Herzen, dem Dünndarm, den Blutgefäßen, den Nieren und der Blase, und ist ein wesentlicher Regulator des Renin-Angiotensin-Systems (RAS). Dieses System ist einer der wichtigsten Mechanismen zur Regulation des Blutdrucks. Im Allgemeinen finden sich höhere ACE2-Werte bei Männern, älteren Menschen und Menschen mit Bluthochdruck, Insulinresistenz, Dyslipidämie und/oder Fettleibigkeit. Eine geringe ACE2-Expression ist jedoch nicht unbedingt ein Vorteil. ACE2 spielt wahrscheinlich eine zweigeteilte Rolle bei der Anfälligkeit und Resistenz gegenüber einer SARS-CoV-2-Infektion.Das Immunsystem und SARS-CoV-2
Eine schnelle, effektive und ausgewogene Immunreaktion sorgt in der Regel dafür, daß Menschen innerhalb von etwa einer Woche nach der Infektion mit SARS-CoV-2 wieder beschwerdefrei sind. Durch die Bindung, das Eindringen und Vermehren in Epithelzellen wird die Immunreaktion ausgelöst. Interferon Typ I, ein spezifisches Protein, das lokal von virusinfizierten Zellen sezerniert wird, spielt bei der antiviralen Immunantwort eine wichtige Rolle. Es hemmt stark die Virusreplikation und wirkt als Botenstoff, der die angeborene (unspezifische) und die erworbene (spezifische) Abwehr alarmiert. So sorgt eine robuste Interferonreaktion dafür, daß die Ausbreitung des Virus schnell im Keim erstickt werden kann.Angeborenes Immunsystem
Immunzellen wie Makrophagen und dendritische Zellen, die durch das produzierte Interferon aktiviert werden, beginnen, selbst Interferon sowie andere Botenstoffe des Immunsystems zu produzieren. Diese Substanzen wiederum rufen noch mehr Immunzellen an den Ort der Infektion. Eine starke Reaktion mit ausreichender Interferonproduktion führt in der Regel zu einer milden Erkrankung, während eine zu geringe Interferonproduktion häufiger eine schnelle Virusausbreitung und einen schwereren Krankheitsverlauf zur Folge hat.
Erworbenes Immunsystem
Die dendritischen Zellen und Makrophagen des angeborenen Immunsystems präsentieren den weißen Blutkörperchen des erworbenen Immunsystems Teile des Virus auf ihrer Zelloberfläche. Die T-Lymphozyten werden dadurch aktiviert und stimulieren ihrerseits die B-Lymphozyten zur Produktion virusspezifischer Antikörper. Sie beseitigen außerdem auch infizierte Zellen und reduzieren so die Viruslast. Das Durchleiden von COVID-19 führt zu einer schützenden humoralen und zellulären Immunität. Das Risiko einer erneuten Erkrankung nach einer natürlichen Infektion ist über einen langen Zeitraum hinweg deutlich reduziert. Unabhängig vom Krankheitsverlauf ist der Schutz vor einer Neuinfektion nach einer natürlichen Infektion mindestens so gut wie nach einer Impfung gegen COVID-19.
Entgleistes Immunsystem
Bei manchen Menschen nimmt COVID-19 einen sogenannten biphasischen Verlauf, bei dem es in der zweiten Woche der Erkrankung zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen kann. Diese zweite Phase tritt ein, wenn sich das Immunsystem nach etwa einer Woche nicht ausreichend in der Lage zeigt, die schnelle Ausbreitung des Virus zu stoppen und die infizierten Zellen zu beseitigen. Das Immunsystem geht sozusagen in den ‚Overdrive‘, was zu einer systemischen massiven Entzündung führt, die auch als Zytokinsturm bekannt ist. Es kommt dann zu einer unkontrollierten Produktion einer Vielzahl entzündungsfördernder Proteine durch aktivierte Immunzellen. Ein Zytokinsturm kann eine endotheliale Dysfunktion, Hyperkoagulation (dickes Blut), Thromboembolien, ARDS4 und Multiorganversagen zur Folge haben.
Langzeitbeschwerden nach COVID-19
Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Forschern der Universitätsklinik UMC Groningen und des Radboudumc (Niederlande) zeigt, daß einer von acht Niederländern nach einer Erkrankung an COVID-19 Langzeitbeschwerden hat.Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert als Long COVID: Symptome, die innerhalb von drei Monaten nach der Infektion auftreten, mindestens zwei Monate lang andauern und nicht durch eine andere Diagnose erklärt werden können. Long COVID tritt auch bei Menschen auf, die nur leichte Symptome von COVID-19 hatten oder die gegen COVID-19 geimpft worden sind. Es kann sich in Form von Müdigkeit, Kurzatmigkeit, chronischem Husten, Herzklopfen, Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels), peripherer Neuropathie, Kopfschmerzen, Gedächtnis-, Konzentrations- und Schlafproblemen, Muskelschwäche, Stimmungsstörungen und dem Verlust des Geschmacks- und/oder Geruchsinns äußern. Zu den Faktoren, die bei der Entwicklung von Long COVID eine Rolle spielen können, gehören unter anderem eine langfristige Dysfunktion des Immunsystems, Entzündungsschäden, die Persistenz des Virus in den Geweben, eine RAS-Dysfunktion und Gerinnungsprobleme.Nährstoffe bei COVID-19
Ein gesundes, optimal funktionierendes Immunsystem ist wichtig, um das Risiko einer Infektion, eines Fortschreitens der Krankheit und einer unvollständigen Genesung so klein wie möglich zu halten. Dieser Artikel befaßt sich mit der Rolle von Quercetin, den Vitaminen A, C, D und K2, Selen und Zink. Die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Nährstoffe sind oft eng miteinander verknüpft und in bestimmten Fällen sogar synergetisch.
Quercetin
Quercetin ist ein Bioflavonoid, das in geringen Mengen in vielen Früchten, Gemüsen und anderen Lebensmitteln wie Tee, Kakao und Nüssen vorkommt.5 Für die Supplementierung mit Quercetin stellt dieses in Form von Phytosomen (einer homogenen Mischung aus kleinen Quercetinpartikeln und Phospholipiden) eine gute Wahl dar. Phytosomales Quercetin wird vom Körper etwa 20 Mal besser aufgenommen als normales Quercetin.Eine Supplementierung mit phytosomalem Quercetin kann sowohl bei der Prävention als auch bei der Behandlung in einem frühen Stadium eine wichtige Rolle spielen. Die Einnahme von zweimal täglich 250mg über drei Monate reduziert das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion erheblich. Bei Menschen, die mit dem Virus infiziert sind und leichte Symptome haben, führt die Einnahme von Quercetin (1000mg pro Tag) zu einem deutlich schnelleren Rückgang der Symptome, schnelleren negativen PCR-Testergebnissen und einem geringeren Risiko einer Verschlimmerung der Symptome und eines Krankenhausaufenthalts. Eine kleine Studie an Betroffenen mit schwerem COVID-19 hat gezeigt, daß Quercetin auch bei dieser Patientengruppe etwas bewirken kann. Die Hinzunahme von Quercetin (1000mg täglich über 7 Tage) zum Therapieschema aus Virusinhibitoren, Dexamethason und zusätzlichen Nährstoffen führte zu einem Rückgang des Risikos, auf die Intensivstation eingeliefert zu werden, und der Sterblichkeit.
Die wichtigsten Wirkmechanismen von Quercetin bei COVID-19 beruhen unter anderem auf seinen starken antiviralen, entzündungshemmenden, immunmodulatorischen, antioxidativen, antithrombotischen, blutdrucksenkenden und zellschützenden Eigenschaften. Es hemmt die Anlagerung des Virus an die ACE2-Rezeptoren und die Virusreplikation. Außerdem dient Quercetin als Ionophor für Zink, wodurch das Zink besser in die Zelle gelangen kann. Eine interessante Erkenntnis ist, daß Quercetin die Beseitigung von mit SARS-CoV-2 infizierten und gealterten Zellen stimuliert. Zudem reguliert es die Aktivierung des Immunsystems und die Genexpression in Zellen des Immunsystems, so daß diese weniger entzündungsfördernde Stoffe produzieren. Auf diese Weise kann Quercetin dazu beitragen, eine Hyperinflammation (Zytokinsturm) zu verhindern. Darüber hinaus senkt Quercetin das Thromboserisiko, fördert den Blutfluß in den peripheren Gefäßen und bekämpft den Bluthochdruck.
Zink
Ein guter Zinkstatus ist für das Immunsystem wichtig. Ein niedriger wird mit einer größeren Anfälligkeit für virale (Atemwegs-)Infektionen, einer höheren Wahrscheinlichkeit eines Krankenhausaufenthalts, einer längeren Hospitalisierungsdauer, einem schwereren Krankheitsverlauf und einer höheren Sterblichkeitsrate in Verbindung gebracht. Zink hilft, indem es die Barrierefunktion der Schleimhäute in den Atemwegen und im Magen-Darm-Trakt unterstützt. Darüber hinaus hat es eine direkte antivirale Wirkung, da es die Virusreplikation hemmt. Die intrazelluläre Zinkkonzentration muß dazu höher sein als normal. Zink hat eine immunstärkende und immunregulatorische Wirkung und unterstützt die Bildung antiviraler Interferone, was zudem Vitamin-A-abhängig ist. Auf diese Weise trägt Zink zu einer optimalen Immunantwort bei. Die antioxidativen, entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften von Zink helfen, Gewebeschäden an Organen wie Lunge, Herz, Blutgefäßen und Nieren zu verhindern und zu reparieren. Es ist Bestandteil von ACE2.Vitamin A
Ein guter Vitamin-A-Status trägt zu einem milden Krankheitsverlauf bei, während ein Vitamin-A-Mangel mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für einen schwereren Verlauf assoziiert ist. Eine Infektion erhöht den Vitamin A-Bedarf. Dieses fettlösliche Vitamin hat immunmodulatorische und antioxidative Eigenschaften. Vitamin A ist für die Qualität der Schleimhäute und für die Produktion von sIgA6 in den Schleimhäuten wichtig. Dieser Antikörper kann SARS-CoV-2 neutralisieren, noch bevor es Zellen infiziert. Außerdem hemmt Vitamin A die Virusreplikation und ist wichtig für den Aufbau einer schützenden Immunität. Und schließlich schützt es vor Gewebeschäden. Eine Vitamin-A-Supplementierung kann dazu beitragen, Lungenschäden, die durch eine COVID-19-induzierte Lungenentzündung verursacht wurden, zu reparieren.
Vitamin D
Ein guter Vitamin-D-Status (mindestens 75 nmol/l, vorzugsweise 100-150 nmol/l) reduziert das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion und eines schweren Krankheitsverlaufs. Ein niedriger Status ist in Ländern wie den Niederlanden und Deutschland weit verbreitet. Vitamin D erhöht die Widerstandskraft gegen virale (Atemwegs-)Infektionen und hat eine entzündungshemmende und immunregulatorische Wirkung. Darüber hinaus unterstützt es die Integrität der Schleimhäute in der Lunge und ist an der Regulation des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) beteiligt. Es ist wichtig, daß der Vitamin-D-Status vor einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 in Ordnung ist. Vitamin D verringert das Risiko schwerer COVID-Komplikationen wie ARDS, fördert die Gewebereparatur und wirkt der Fibrosebildung in der Lunge, der Hyperkoagulation und der endothelialen Dysfunktion entgegen.Vitamin D ist in seiner Wirkung von Vitamin A abhängig und umgekehrt. Dabei haben beide Vitamine eine synergetische Wirkung auf das angeborene und erworbene Immunsystem. Darüber hinaus wirkt Vitamin D auch synergetisch mit Vitamin K. Eine Vitamin-D-Supplementierung bei niedrigem Vitamin-K-Status kann unerwünschte Wirkungen haben, da der Körper mehr Calcium aufnimmt, das aufgrund einer verminderten Aktivierung des Vitamin-K-abhängigen Matrix-GLA-Proteins nicht im Knochengewebe, sondern in weichen Geweben wie der Lunge und den Blutgefäßen abgelagert wird.
Vitamin C
Für eine angemessene antivirale Immunantwort ist es unerläßlich. So steigert Vitamin C die Interferonproduktion, hat eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung und unterstützt die Gewebereparatur. Außerdem wirkt es der altersbedingten Verschlechterung des Immunsystems entgegen. Es hilft dabei, die Immunreaktion unter Kontrolle zu halten. Um das Risiko einer Entgleisung bei schwerkranken Menschen zu verringern, müssen allerdings hohe Dosen (intravenös) verabreicht werden. Eine gute Strategie ist es natürlich, vor einer Infektion für einen ausreichenden Vitamin-C-Status zu sorgen.Vitamin K2
Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das in Vitamin K1 (Phyllochinon) und Vitamin K2 (Menachinon [MK]) unterteilt werden kann. Die beiden Formen haben ähnliche Funktionen, unterscheiden sich aber durch ihre Verteilung im Gewebe. K1 ist vorwiegend in der Leber zu finden, wo es (Vitamin-K-abhängige) Gerinnungsfaktoren wie Prothrombin, Faktor VII, IX und X aktiviert. Weniger bekannt ist, daß Vitamin K auch das Anti-Koagulationsprotein Protein S aktiviert. Protein S befindet sich zum Teil außerhalb der Leber im Gefäßendothel, wo es eine wesentliche Rolle bei der lokalen Verhinderung von Thrombosen spielt. Für die Aktivierung von Protein S muß Vitamin K2 vorhanden sein, da diese Form hauptsächlich außerhalb der Leber vorkommt und dort Vitamin-K-abhängige Proteine wie Protein S aktiviert. Die beste und am häufigsten untersuchte Form von K2 in Nahrungsergänzungsmitteln ist Menachinon-7.Bei einem verminderten Vitamin-K-Status oder -Mangel, wie er bei COVID-Patienten häufig vorkommt, kann Protein S teilweise inaktiv sein, was das Thromboserisiko möglicherweise erhöht. Wie bei anderen Vitaminen ist auch der Verbrauch von Vitamin K2 während der Erkrankung an COVID-19 erhöht. Bei einer Lungenentzündung stellt der Körper mehr Matrix-GLA-Protein her, um das Lungengewebe zu schützen. Auch dieses Protein muß durch Vitamin K2 aktiviert werden, bevor es den Abbau der elastischen Fasern in der Lunge hemmen kann. Zusätzlich hat es auch selbst antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.
Selen
In Europa ist ein zu niedriger Selenstatus keine Seltenheit. Als Bestandteil der so genannten Selenoproteine ist das Spurenelement essentiell für die Funktion des Immun- und des antioxidativen Systems. In Immunzellen sind mehrere Selenoproteine aktiv, die an der Aktivierung der Immunzellen sowie an der Regulation der Synthese entzündungshemmender und -fördernder Botenstoffe beteiligt sind. Als Bestandteil des Selenoproteins Glutathionperoxidase (GPX) hat Selen eine antivirale Wirkung. SARS-CoV-2 stimuliert seine eigene Replikation in der Zelle, indem es oxidativen Streß auslöst. Die Bekämpfung dieses Stresses durch Glutathionperoxidase hemmt daher die Virusreplikation. Ein guter Selenstatus schützt außerdem vor Gewebeschäden aufgrund von oxidativem Streß und Entzündungen bei COVID-19, auch in der Lunge.1 Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 2 Ribonukleinsäure, engl. ribonucleinacid 3 Angiotensin-Converting Enzyme 2 4 engl.: Acute Respiratory Distress Syndrome, akutes Atemnotsyndrom 5 siehe auch SALVE-Newsletter vom 1. Dezember 2020: www.salve-gesund.de/online-artikel 6 sekretorisches Immunglobulin A Bildernachweis: ©Lumos sp, ©freshidea, ©Przemyslaw Ceglarek, ©reichdernatur - stock.adobe.com, istock - Vitals Voedingssupplementen Quelle: Weitere Informationen und Hinweise zu COVID-19, dem Immunsystem und den beschriebenen Nährstoffen finden Sie in dem umfassenden Übersichtsartikel ‘Wichtige Nährstoffe für eine gute Resistenz gegen COVID-19‘ auf www.orthoknowledge.eu.


Quelle: 